Versunkene Geschichte

Vor 4000 Jahren am Gardasee: Bronzezeitliche Pfahlbauten.

 

Pfahlbauten und Weltkulturerbe

Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen sind seit 2011, dem Jahr der Aufnahme in das Weltkulturerbe der Unesco in einer länderübergreifenden Schnittstelle vereinigt. Diese umfasst 111 ausgewählte Pfahlbaudörfer im gesamten Alpenbogen von der Schweiz über Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien und Slowenien bekannten Einheiten. Zeitlich streuen die unter Wasser, an See- und Flussufern und in Mooren gelegenen archäologischen Zonen von der Jungsteinzeit bis zur Eisenzeit also von etwa 5000 bis 500 vor Christus.

 

 

Phahlbausied-lungen im Bereich des GardaseesI

In Italien ist liegen Pfahlbauten vor allem an den Südufern des Gardasees und den umliegenden Moränenhügeln mit ihren vielen zugehörigen kleinen Moränenseen.

 

© Tritone Sub Desenzano

 

Der Pfahlbau von SAN SIVINO-GABBIANO in MANERBA DEL GARDA

Die Entdeckung einer Pfahlbausiedlung in San Sivino ist den Tauchgängen des Tauchklubs von Desenzano im Jahr 1971 zu verdanken. Im Winter 1971-72 und im Sommer 1978 wurden die Pfähle vermessen und kartiert. Während einer Erkundung 1980 wurde die Ausdehnung des Dorfes auf einer Uferlänge von 150 Metern erkannt.

Die Pfahlbausiedlung von Manerba del Garda war sie noch nie Gegenstand systematischer archäologischer Untersuchungen Nach der Aufnahme der Pfahlbausiedlung von Manerba in das länderübergreifende UNESCO Weltkulturerbe wurde 2013 die erste georeferenzierte topographische Eingrenzung zur Feststellung der versunkenen Siedlungszone samt Einschätzung des Erhaltungszustandes durchgeführt. Im Zuge der Arbeiten haben Materialuntersuchungen die Verwendung von Eichenholz und Altersbestimmungen anhand von Jahresringen mindestnes zwei Siedlungsphasen bestätigt. Die ältere vom 20. bis zum 18. Jahrhundert vor Christus und die jüngere vom 17. Bis zum 16. Jahrhundert vor Christus. Die Wiederaufnahme der Unterwasseruntersuchungen am Ende des Jahres 2017 erlaubte die Feststellung der Ausdehnung der Siedlung.

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Diese war mit mehr als 10.000 Quadratmetern erheblich größer als 2013 gedacht. Weiters wurden Proben der Pfähle und des Untergrundes gezogen. Schlussendlich wurden an der Wasseroberfläche Markierungsbojen angebracht. Diese dienen dazu, auf die Position des Weltkulturerbes aufmerksam zu machen, dieses zu sichern und zur Geltung zu bringen.

 

© Tritone Sub Desenzano

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